Zenstructions

wieder mal was Neues aus der Experimentierecke: Normalerweise bezeichnet man so ein Muster als Zentangle® inspired art (Z.I.A.), wobei mir aber die Kombination aus konstruieren und dabei entspannen wichtig war. Wie kann man etwas konstruieren, was real gar nicht existiert, aber so aussieht als ob. Dreiecke kommen in fast jeder Konstruktion vor und wenn man schräg auf eine Fachwerkbrücke schaut, sieht man hier und da eine solche Konstruktion, besonders bei schon baufälligen Bauwerken, wie ein alter Kran oder der Schacht-Turm einer still gelegten Kohlemine. Nun soll das aber nicht erkennbar sein, also wurden die Teile quasi über einander gelegt und beliebig solange verschoben, bis sich ein unrealistisches Bild ergab. Das ganze selbstverständlich ohne zu radieren und den Stift so gut es ging über das Blatt fließen zu lassen. „Aura“ und „Perf“ ersetzen hier Streben und Nieten, Schattierungen sollen die Illusion von Material wie Stahl und Glas erzeugen, aber so, dass der Betrachter eher raten muss, was hier wohl dargestellt wird. Gezeichnet wurde auf einem Kärtchen (Tile) von 8,9 x 8,9 cm und anschließend eingescannt, wobei ein paar der feineren Graustufen verloren gingen. Ein bisschen Konzentration war vonnöten, da gerade bei solchen Werken man eher zur Perfektion neigt und sich immer wieder dazu zwingen muss, den Strich nicht ganz gerade zu zeichnen und trotzdem zu versuchen, Perspektive und Tiefe einzubauen.

entspannt konstruieren

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