Rahmen

Wissenswertes zu Bilderrahmen

bevor man einen Bilderrahmen bestellt, sollte man sich informieren, was man wirklich braucht und für welchen Zweck man ihn benutzen möchte. Ich verwende gerne Bilderrahmen für einen Schaukasten bzw. für ein diorama.
Schaukasten diorama/Schaukasten mit Bilderrahmen und entspiegeltem Glas als Frontabdeckung.
Bilderrahmen für Gemälde aus Acryl- und Ölfarben:
Diese benötigen kein Glas, sondern werden mit Firnis besprüht oder bemalt.
Mit Glas, entspiegelt oder nicht, verlieren diese Gemälde an Wirkung.
mit Holrahmen leuchtendes Acrylgemälde mit bemalten Holzrahmen,
der Rahmen ist mit Klarlack überzogen und das Bild mit matter Acrylfirnis gegen Ausbleichen oder Verblassen geschützt. Für Kunstdrucke und Fotos empfiehlt sich ein Passepartout, der Rahmen sollte in der Farbe eines Objektes in der Bildmitte gestaltet sein.
 
Kunstdruck mit Passepartout:
Lasur
Der Bilderrahmen wurde lasierend mit Holzbeize orange-gelb nach Blütenpollen bemalt.

Dieses Bild hat ein nicht entspiegeltes Glas, wodurch der Druck je nach Lichteinfall an Wirkung verliert. Entspiegeltes Glas wäre hier vielleicht besser gewesen. Ohne Glas würde der Kunstdruck schnell verblassen oder vergilben. Firnis würde den nicht wasserfesten Druck an lösen und verschmieren.Das weiße Passepartout hatte ich nicht zum Anpassen des Bildes gewählt, sondern aus rein optischen Gründen.

Bilderrahmen mit Passepartout eignen sich für Bilder, die sonst in keinen Rahmen passen würden, oder für mehrere Bilder in einem Rahmen.
Zum fachgerechten Schneiden benötigt man eine Passepartout-Schneidemaschine, hat man das nicht kann man das Bild auch auf Fotokarton aufziehen oder den Fotokarton als Passepartout mit einem Cutter schneiden.

Am Computer testen:

Ich selber probiere die Gestaltung anhand von HTML oder einem Grafikprogramm zum Beipiel Corel Draw oder Photoimpact anhand deren Rahmenfunktionen aus, wie es am Ende aussehen könnte.
Entweder fotografiere ich oder scanne ich die Bilder ein.

und nun ein Beispiel mit Photoimpact 5 OEM und der Funktion Rahmen und Schatten:

Holzrahmen breit breiter Holzrahmen ohne Glas wäre auch nicht schlecht für das Acrylgemälde, zumindest kann man es so etwas mit dem Grafikprogramm simulieren und hat eine ungefähre Vorstellung von dem fertigen Rahmen ob es dann gefällt oder nicht.

Genauso kann man Fotos von Rahmen kopieren und den Ausschnitt durch ein eigenes Bild ersetzen. Fragen Sie den Käufer nach einem besseren Foto von dem Rahmen damit Sie es im Grafikprogramm testen können.

 

Passepartout

wer einen Bilderrahmen online bestellen möchte, kann auch ein fertiges oder maßgeschneidertes Passepartout (Umrahmung aus Spezialkarton) mit bestellen.

Ein Passepartout soll vom Rahmen ablenken und/oder das Bild optisch hervorheben. Oder einen dünnen Rahmen optisch verbreitern.

Auch kann man damit den Ausschnitt eines Bildes erzeugen, wenn zum Beispiel bei einem Foto das Objekt oder ein Porträt nicht mittig ist.

Hat man einen rahmenlosen Bildträger, so kann eine Umrahmung aus Karton gut wirken.

Da dieser Karton sehr teuer ist, sollte man gut planen.

Schrägschnitt

Natürlich könnte man auch aus normalen Fotokarton einen Ausschnitt mit einem Cutter schneiden, ein Passepartout mit Schrägschnitt wirkt jedoch besser.

 

Ist der Rahmen eines Passepartout gleichmäßig breit, so kann das Bild optisch nach unten fallen, daher empfiehlt es sich den Ausschnitt höher zu setzen.

Hier ein Beispiel:
Beispiel 1Beispiel 2

links das Foto mit gleichmäßigem Passepartout, rechts im größerem Bilderrahmen und unten breiter bei gleicher Ausschittgröße.

Bei der Ausschnittgröße sollte man auch beachten, dass das Passepartout 4-8 mm überstehen muss, also vom Bild 4-8 mm unter dem Ausschnittrand verschwindet.

Fotos und hoch glänzendes Papier sollte man mit Aufziehfolie auf einem Foto- oder Buchbinderkarton kleben.

Onlineservice Onlineservice eines Shops (screenshot)

Internetshops für kundenspezifische Bilderrahmen bieten meist ein Programm an, mit denen man online verschiedene Ausführungen testen kann. Manche erlauben auch das Hochladen eigener Fotos.

Auch kann man verschiedene Farben ausprobieren.

Farbtest Farbtest, hier optische Verbreiterung des schmalen Rahmens

Steht einem so ein Programm nicht zur Verfügung, kann man ein Foto von dem großem Bild machen, es kleiner ausdrucken, z.B. als DIN A6 und mit einem Cutter aus einem DIN A4-Blatt einen Ausschnitt schneiden.

Eine andere gute Übung ist, beim Einkaufsbummel auf Kunstpostkarten und Grußkarten mit einem Ausschnitt zu achten. Manche Postkarten haben mehrere Fotos umgeben von einem breiten Rand, die man für eigene Fotorahmen als Anregung anschauen kann.

Beispiel Passepartouthier wurde zum schwarzen Rahmen ein schwarzes Passepartout verwendet

Ein Pasepartout kann auch für ein diorama (Schaukasten) verwendet werden, wenn zum Beispiel ein Bilderrahmen von der Stange nicht ganz passt.

Berechnungen

wer einen fertigen Bilderrahmen und/oder nach Maß bestellen möchte, sollte bei der Berechnung Breite des Passepartout und Breite des Profilstegs berücksichtigen.

Profilsteg messen Profilsteg auf der Rückseite des Rahmens oder des Profils mit einer Schieblehre nachgemessen.

Hier mal ein einfaches Beispiel:

Länge 30 cm + 2x 0,7 cm +2x 5cm = 30+1,4+10= 42,1 cm
Breite 20 cm + 2x 0,7 cm +2x 5cm = 20+1,4+10= 32,1 cm

Der Ausschnitt wird mit einer Überlappung von 4 mm geschnitten, sodass dieser dann auf 29,2 x 19,2 geschnitten wird.

Nun ist ein auf Maß gefertigter Rahmen teurer als ein Standardmaß von 50×40 cm.

Beispiel Anpassung eines Standardrahmens 50×40 cm mittels Passepartout:

Bildmaß 30×20 cm
Rahmen Außenmaß 50×40 cm
Profilsteg 0,7 mm (0,7 cm)

Passepartoutlänge ist dann 50cm-1,4cm, also 48,6 cm
Passepartoutbreite dann 40 cm-1,4 cm, also 38,6 cm

Die Breite des Passepartoutrahmens ist dann auf der Länge 48,6 cm – 30 cm
=18,6 cm/2 = 9,3 cm
und bezogen auf die Breite 38,6 cm – 20 cm=18,6 cm /2 = 9,3 cm.

Für die Überlappung des Ausschnitts kommen noch 4mm hinzu, sodass die tatsächliche Breite des Passepartoutrahmens 9,7 cm beträgt.

Hat das Rahmenprofil auf der Vorderseite eine Breite von 3cm, abzüglich 0,7 cm Profilsteg, so ist dann der sichtbare Bereich des Passepartoutrahmens 2,3 cm weniger also in diesem Beispiel dann sichtbar 7,4 cm.

Die Breite eines Profilstegs, des Rahmenprofils und die der Überlappung sind von Anbieter und Art her unterschiedlich. Diese Berechnungen dienen nur als Beispiele.
(Quelle: http://testberichte.minipipes.de )
Wer’s nicht versteht, einfach bei mir melden, ich helfe gerne dabei, auch bei Berechnungen.  Du kannst  Fragen als Kommentare  schreiben.